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Das Verhalten der
Schweine
Auch noch heute ist die Meinung zum Schwein geprägt
durch zahlreiche Vorurteile. Hierbei spielten und spielen eine Vielzahl
von Faktoren eine Rolle, auf die wir im Einzelnen noch eingehen
werden. Die althergebrachten Vorurteile, dass Schweine dumm, faul,
gefräßig und übelriechend sind, werden uns an anderer
Stelle beschäftigen.
Offenkundig ist jedoch, dass der Mensch einen großen
Einfluss auf das Verhaltensmuster der Schweine in heutigen Großbetrieben
ausübt. Vielfach wird behauptet, dass Schweine neben Liegen
und Fressen keinerlei anderen Bedürfnisse haben. Dies führt
zu der irrigen Schlussfolgerung, dass man die Haltung der Tiere
auf Nahrungszufuhr und einen 1m² kleinen Liege/Stehplatz beschränken
könnte.
Jedoch ist es nur der Mensch, der diese Einschränkung
des Verhaltens hervorruft. Das arttypische Verhalten der Wildschweine
tritt auch noch heute in gleicher Form bei Hausschweinen auf. Schwedische
Wissenschaftler sowie der anerkannter Verhaltensforscher Stolba
haben in Versuchen festgestellt, dass Hausschweine, die aus einer
üblichen Massentierhaltung in eine natürliche Umgebung
verbracht wurden, nach kürzester Zeit wieder ihre arteigenen
Verhaltensmuster zeigen. Diese sind auch heute noch mit denen der
Wildschweine zu vergleichen. Das Schwein ist mithin eines der wenigen
Haustiere, die ihre arteigenen Verhaltensmuster auch noch heute
ausgeprägt zeigen, während viele andere Haustiere durch
den Einfluß des Menschen im Verhalten degeneriert sind und
beschränkt wurden.
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