Schäden
durch Wildschweine
Aufgrund
der starken Bejagung haben Wildschweine ihre Aktivitäten immer
mehr in die Nacht hinein verlegt. So kommt es auch öfters zu
„Übergriffen“ auf Gärten und Grünanlagen.
Doch auch dies hat seinen Grund!
Die zunehmende Bebauungsdichte lässt den Tieren oft keine Wahl
alternative Nahrungsquellen in Ortschaften zu erschließen.
Ihren Eiweißbedarf decken die Tiere überwiegend aus Würmern
und Insekten. Unsere gepflegten Gärten sind für die Suche
geradezu ideal geeignet. Kurz gehaltene Wiesen eignen sich prima
zum Umwühlen und um auf Nahrungssuche zu gehen.
Auch unsere moderne landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen
bieten ein verlockendes Nahrungsangebot. Es gibt verschiedene Möglichkeiten,
wie z.B. den Elektrozaun, um die Tiere von Nutzflächen fernzuhalten.
Allerdings sei hier auch erwähnt, dass es keine 100% sicheren
Zaun gibt, den ein cleveres Wildschwein nicht irgendwann zu umgehen
weiss!
Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte Lockfütterung,
welche die Borstentiere von den Ballungsgebieten weglocken soll.
Eine stärkere Bejagung, wie es von so vielen gefordert wird,
würde hier allerdings kaum Abhilfe schaffen, denn bei Schwarzwildbeständen
lassen sich Schäden nie vollständig vermeiden. Zudem geben
Muttertiere ihre Erfahrungen an ihren Nachwuchs weiter und diese
wissen dann wie und wo sich Nahrung finden lässt. Alleine deswegen
ist von einer stärkeren Bejagung abzusehen!
Doch zum Thema „Bestandsregelung“ möchte ich an
einer anderen Stelle ausführlicher zu sprechen kommen.
Die hohe Intelligenz der Wildschweine erlaubt es ihnen sich den
geänderten Landschaftsbedingungen sehr rasch anzupassen. Das
die Tiere den Weg in unsere Garten und Gärten finden, haben
wir uns als Gesellschaft also tin erster Linie selber zu verdanken.
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